Vortrag “Zur mathematischen Modellierung der COVID-19-Pandemie”

von Prof. Dr. Günter Bärwolff
 
Graphen im Zusammenhang mit COVID19

Basierend auf dem sogenannten SIR-Modell von W. O. Kermack and A. G. McKendrick wird die mittlere zeitliche Entwicklung der Bevölkerungsgruppen der für Infektionen anfälligen Personen (S – susceptible), der infizierten Personen (I – infected) und der genesenen (R – recovered) untersucht. Neben dem Basismodell mit den Kompartimenten S, I und R werden auch erweiterte Modelle mit weiteren Kompartimenten, z. B. den besonders gefährdeten Personen (E – exposed, vulnerable), diskutiert (z. B. das SEIR-Modell). Speziell in Zeiten, wo noch kein Impfstoff in Sicht war, war die Wirkung von nicht-pharmazeutischen Interventionen gefragt. Hierbei dienten und dienen die o. g. Modelle als nützliche Werkzeuge. Im Vortrag werden auch Ansätze zur örtlichen Ausbreitung der Pandemie vorgestellt, die im Unterschied zu den gewöhnlichen Differentialgleichungssystemen der SIR-Typ-Modelle auf partielle Differentialgleichungen führen.

 
Online-Veranstaltung
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2021
Die WebEx-Zugangsdaten werden am Vortragstag zwei Stunden vor Beginn registrierten Teilnehmern per E-Mail mitgeteilt.
Registrierung durch E-Mail an:
anmeldung@math.berlin
Digitales Programm
17:15 – 17:20 Uhr:   Einführung von Prof. Dr. Konrad Polthier (BMG)
17:20 – 18:10 Uhr:   Zur mathematischen Modellierung der COVID-19-Pandemie
Vortrag von Prof. Dr. Günter Bärwolff (Technische Universität Berlin)
18:15 – 19:00 Uhr:   Mitgliederversammlung (nicht öffentlich, für Mitglieder der BMG)
 
Guenter Baerwolff
17:20 Uhr Vortrag
Zur mathematischen Modellierung der COVID-19-Pandemie
Prof. Dr. Günter Bärwolff
  • 1969: Abitur an den Spezialklassen für Mathematik und Naturwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 1969-1976: Mathematikstudium an der Humboldt-Universität (Abschluss mit Promotion zum Thema „Numerische Berechnung von kompressiblen Strömungen“)
  • 1976-1990: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Mathematik und Mechanik an der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) und Nachfolgeeinrichtungen
  • 1988: Habilitation mit dem Thema „Beiträge zur numerischen Modellierung zwei- und dreidimensionaler Transportprozesse“ an der Martin-Luther-Universität Halle
  • 1991-1993: Arbeit an der TU im Rahmen des Wissenschaftlerintegrationsprogramms für positiv evaluierte Forschungsgruppen aus der AdW
  • seit 1.1.1994: Mitarbeiter der Technischen Universität Berlin im Hermann-Föttinger-Institut für Thermo- und Fluiddynamik
  • seit 1997: Forschung auf dem Gebiet der angewandten Mathematik (Numerik partieller Differentialgleichungen, Computational Fluid Dynamics, Optimierung mit partiellen Differentialgleichungen im Institut für Mathematik der TU Berlin
  • 2002: Ernennung zum außerplanmäßen Professor für Mathematik der Technischen Universität Berlin
  • von 1997 bis zum Ruhestand 2018 und darüber hinaus Lehre auf dem Gebiet der angewandten Mathematik für Mathematiker und der Höheren Mathematik für Ingenieure