5. BMG-Tag am 14. November 2019

Mit Vorträgen von Prof. Dr. Jürgen Richter-Gebert und Prof. Dr. Eberhard Knobloch
 
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M u s i s c h e   M a t h e m a t i k !?
Die Berliner Mathematische Gesellschaft lädt zum 5. BMG-Tag ein. In diesem Jahr In diesem Jahr geht es um mathematische Aspekte von Hören und Sehen, Rhythmus, Symmetrie und Goethes Hexeneinmalseins. Eingeladen sind alle, die sich für Muster, Töne und Mathematik interessieren und sich von überirdischen Wesen nicht verschrecken lassen.
 
5. BMG-Tag
Donnerstag, 14. November 2019
Fachbereich Mathematik und Informatik,
Freie Universität Berlin,
Hörsaal 001,
Arnimallee 3,
14195 Berlin
Programm
17:00 – 17:15   Begrüßung
17:15 – 18:00   Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Richter-Gebert
— Pause —
18:15 – 19:00   Vortrag von Prof. Dr. Eberhard Knobloch
19:00 – 19:45   Verleihung der BMG-Bachelorpreise
 
Nachsitzung1) ab 20:00 Uhr im Restaurant „Alter Krug“, Königin-Luise-Str. 52, nahe U-Bhf. Dahlem-Dorf
 
Prof. Dr. Juergen Richter-Gebert
17:15 Uhr Vortrag
Mathe, Muster und Töne
Prof. Dr. Jürgen Richter-Gebert
Technische Universität München
Mathe macht’s möglich. Der Vortrag gibt einen bunten Streifzug durch mathematische Themen in der Musik und Kunst. Symmetrie, Proportion und Rhythmus sind dabei nur einige Bereiche, denen wir im Vortrag begegnen. Was haben Badezimmerkacheln, Kochsalz und ein Kanon gemeinsam? Wie verschachtelt man viele Figuren zu einem Bild? Wie baut man daraus ein 3D-Modell? Kann man das hören? Der Vortrag wird von zahlreichen interaktiven Software-Demonstrationen unterstützt, bei denen aus einfachen Regeln spannende Strukturen entstehen, darunter ornamentale Bilder und überraschende Trommelmusik.

Jürgen Richter-Gebert studierte von 1983 bis 1988 Mathematik an der Technischen Hochschule Darmstadt und promovierte 1992 ebenda und in Stockholm. Die Habilitation erfolgte 1995 an der Technischen Universität Berlin. Seit 2001 ist er Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Geometrie und Visulaisierung. Bereits seit 1996 entwickelte er das interaktionsfähige Geometrieprogramm Cinderella, seit 2002 ist er mit dem Aufbau des Mathematik-Museums ix–quadrat und seit 2007 mit der Erstellung einer interaktiven internetabasierten Materialsammlung namens MatheVital befasst. Daneben arbeitete er auch an der Ausstellung imaginary, dem MiMaMuseum in Oberwolfach, dem Projekt iOrnament und weiteren mit, die mit zahlreichen Preisen bedacht wurden.
Prof. em. Dr. Eberhard Knobloch
18:15 Uhr Vortrag
Goethes Hexeneinmaleins ...
Prof. em. Dr. Eberhard Knobloch
Technische Universität Berlin
Mathematik wurde von alters her mit überirdischen Mächten in Verbindung gebracht. Die Bibel schildert Gott bei der Schöpfung als Mathematiker. Goethes Hexeneinmaleins im Faust ist ein besonders berühmtes Beispiel. Sie spielte in der Literatur stets eine herausragende Rolle, als Hochzeitsgeschenk bei Martianus Capella oder Bildungsmacht bei Dürer und Faust. Ihre Methode hatte Vorbildcharakter und wurde von Autoren wie Spinoza oder Leibniz verwendet, um die Existenz Gottes zu beweisen. Erst Kant beendete solche Versuche. Aber die Zweige des Baums der Erkenntnis bleiben aufeinander angewiesen.

Eberhard Knobloch studierte Mathematik und Klassische Philologie in den Jahren 1962 bis 1967 an der Freien und an der Technischen Universität Berlin und legte 1967 das Erste sowie 1969 das Zweite Staatsexamen ab, promovierte 1972 in Wissenschaftsgeschichte und habilitierte 1976. Er bekleidete Professuren an der Pädagogischen Hochschule und der Technischen Universität in Berlin und war Gastprofessor an den Universitäten, Hochschulen und Akademien in Oldenburg, St. Petersburg, Paris, Beijing sowie Xian. Er ist Mitglied zahlreicher Akademien und arbeitet nach wie vor an der Herausgabe der Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz. Seit 2013 ist er Stellvertretender Vorsitzender der BMG.
 
Ankündigung zum 5. BMG-Tag: Poster und Flyer
Hier können Sie das Poster (als pdf-Datei mit ca. 1,6 MB) und hier den Flyer (als pdf-Datei mit ca. 1,0 MB) zum 5. BMG-Tag herunterladen.

1) Für die Nachsitzung wird um Anmeldung per e-Mail an anmeldung@math.berlin bis zum 12. November gebeten.